Betriebs- und Gastronomiekonzept

 

Mit der Titlis-Hütte löste das Hotel Seeburg zwei grosse Herausforderungen:

  1. Ein gut eingespieltes Team, das im Sommer die Sunset Bar betrieb, wären nach Saisonende entlassen worden. Die nächste Sommersaison hätte also wieder mit einem grossenteils neuen Team gestartet.

  2. Der Saal des alten Hotelgebäudes im Jesuitenhof wurde nur in den Sommermonaten sporadisch als Schlechtwettervariante genutzt und stand im Winter leer.

Mit der Titlis-Hütte konnten also die wichtigsten Mitarbeiter der Sunset Bar das ganze Jahr angestellt bleiben und der alte Saal fand wieder Verwendung und konnte Umsätze generieren.

Anforderungen

Der in die Jahre gekommene Saal sollte in eine Alphütte verwandelt werden. Die dafür nötigen Investitionen mussten wieder eingespielt werden.

Umsetzung

vendeplus entwickelte zusammen mit dem Betriebsleiter ein Konzept, das in vielerlei Hinsicht die Erwartungen übertraf.

Bauliche Planung

Bei der Planung für den Einbau der Hütte, in Zusammenarbeit mit Studer Innen- & Architektur, wurden zwei Faktoren besonders beachtet: Effizienz für den Service, um die Anzahl benötigter Mitarbeiter tief zu halten und eine möglichst hohe Anzahl Plätze, ohne dabei den kleinteiligen Charme einer Alphütte gänzlich aus den Augen zu verlieren.

In den extra eingeplanten Innenräumen wurden Fenster zum Gastraum verbaut und die Innenräume mit Kunsttannen und Kunstschnee dicht dekoriert. Dank zusätzlicher blau-weisser LED-Beleuchtung hatten die Gäste so auch in Bereichen ohne Fenster nach draussen stets den Eindruck, dass sie sich in einer winterlichen Alpenlandschaft befinden.

Auch die gesamte Dekoration wurde eigens organisiert und folgte dem alpinen Thema.

Betriebskonzept

Die Planung der Abläufe und des Speisen- sowie Getränkeangebots folgte ebenfalls der Grundidee, die Mitarbeiter möglichst nicht mit unnötigen Aufgaben zu belasten. Ganz im Sinne einer Alphütte war Einfachheit die Maxime:

  • Es wurden Raclettegeräte angeschafft, bei denen die Gäste den Käse selbst vom Laib streichen

  • Wein wurde nur in Flaschen zum selbst nachschenken serviert (inklusive individuell angefertigter Messlatten, um die verbliebene Menge in der Flasche zu ermitteln, damit nur die getrunkenen Deziliter verrechnet werden)

  • Die ergänzenden Speisen zu Fondue und Raclette wurden bewusst einfach gehalten, um in der engen Küche mit einem möglichst kleinen Küchenteam arbeiten zu können

Dank des ausgeklügelten und fein auf die Einzelthemen abgestimmten Konzepts entwickelte sich die Titlis-Hütte bereits in der ersten Saison zu einem Gästemagneten mit Ausstrahlung weit über die Zentralschweiz hinaus.

 

Fotografie: Fotos 1-9: Tom Stocker, Tom Stocker Fotografie, www.the-tom.com

Architektonische Planung und Bauüberwachung: Florian Studer, Studer Innen- und Architektur, www.studer-co.ch

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